Ordnung ist das halbe Leben – Geschmack-Ordnung noch viel mehr!

Schottischer Single Malt Whisky – „Das Wasser des Lebens“, wie Freunde und Genießer des Elixiers sagen – ist so vielfältig wie das Leben selbst. Eigentlich kannte ich Whisky nur in Kombination mit koffeinhaltiger, dunkler Limonade aus dem Sortiment der Bars auf Festen und Fastnachtsveranstaltungen.

Der Zufall wollte es, dass mein bester Freund einen Whisky-Brau-Kurs in Schottland machte. Das Souvenir war ein 5 Liter Eigen-Made Whisky – den ich probieren durfte.

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Eingeladen zu meinem ersten „Tasting“ fuhr ich mit etwas Beklemmung zu meinem Freund nach Düsseldorf. Whisky sollte ich probieren, pur ohne Cola und Wasser, brrr.
Der Gedanke daran ließ mich etwas erschauern. Sollte ich ihm verraten, dass ich Whisky lieber mit viel süßer Cola trinke, damit man diesen scharfen, bitteren Geschmack des Whiskys nicht so rausschmeckte? Nein natürlich nicht – wenn er mich fragen würde, ob mir der Whisky den schmeckt – wollte ich aber ehrlich sein. Es kam natürlich anders…

Mein Freund bat mich Platz zu nehmen und fing an mir eine Geschichte zu erzählen.
Nein nicht eine – einige Geschichten. Er erzählte mir von einem Whisky der „Monkey-Shoulder“ (Affenschulter) heißt, weil die Arbeiter dieser Distillery, durch das Malz-Schaufeln eine einseitige Abnutzung der Schulter bekamen, die wiederum an eine Schimpansen-Schulter erinnerte. Ein anderer Whisky nennt sich Aberlour, der Name bedeutet, dass er über dem Fluss Lour gebraut wird. So erzählte mein Freund Geschichte um Geschichte und dazu gab es immer ein Glas mit dem entsprechenden Whisky.
Die Geschichten waren toll und der natürlich Whisky auch. Alle meine Bedenken und Vorurteile verwanden im Banne dieser tollen Legenden und Destillate.

Was ich aber nicht wusste – die Geschichten und Whiskys waren strukturiert und wurden in geschmacklich verträglicher Ordnung vorgetragen. Von Leicht nach Schwer und von Frucht- nach Torfgeschmack. Dieses Heranführen weckte die Leidenschaft für den Whisky in mir. Und ich bin nun seit einigen Jahren selbst Anhänger dieses edlen „Lebenswassers“ und freue mich diebisch über jede neue Errungenschaft für meine Sammlung.

Der Malus einer Sammelleidenschaft ist, bei aller Begeisterung, in den meisten Fällen, der Verlust des Überblicks über den Gesamtbestand. Mit anderen Worten – was habe ich eigentlich und wie viel, von was und wo und wie schmeckt das??? Fragen über Fragen!

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Effiziente-räumliche Struktur und Klarheit – sprich Ordnung muss her!

Mein erster Gedanke war ein Wandregal aus Holz. Der Zweite eine Vitrine mit Glasböden. Das Wichtigste: meine Lieblings-Whiskys sollten einen exponierten Platz bekommen.
Da ich ein visueller Mensch bin, denke ich, dass sich farbige Wandboards für eine Geschmacksordnung am besten eignen. Diverse Längen und Breiten lassen einer flexiblen Ordnung freien Lauf.

Die rauchigen, torfigen Whiskys werden ihren Platz auf einem schwarzen Regalboden finden. Für die leichten und fruchtigen Single Malts stelle ich mir helle, cremefarbige Wandboards vor. Die besonderen Single Malts bekommen natürlich auch eine besondere Farbe. Ich weiß, das sich meine Vorlieben und Geschmacksrichtungen im Laufe der Zeit ändern werden. aber durch die Wandboards bin ich Geschmacks-Ordnungsmäßig flexibel und kann jederzeit auf eine neue Ordnung reagieren.

Auch der „Angel-Share“ bekommt seinen Platz –einen kleinen Glasboden – aber ohne – wäre die Ordnung nicht komplett.

Sláinte

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